Organ-Ultraschall inkl. Echokardiographie

Der Organ-Ultraschall inkl. Echokardiographie wird zwischen der 20. und 21. Schwangerschaftswoche durchgeführt und birgt kein Risiko für Sie und ihr ungeborenes Kind. Diese Ultraschalluntersuchung ist wesentlich umfangreicher als die in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Ultraschalluntersuchung in diesem Zeitraum. Die Untersuchung setzt ein hoch auflösendes Ultraschallgerät und entsprechende Erfahrung des Untersuchers voraus.

Beim Organ-Ultraschall inkl. Echokardiographie werden alle darstellbaren Organe und Merkmale des ungeborenen Kindes betrachtet. Die Darstellbarkeit der Organe ist dabei von den Untersuchungsbedingungen abhängig. Die Untersuchungsbedingungen werden insbesondere durch die Lage des Kindes und die Stärke der mütterlichen Bauchdecke entscheidend beeinflusst. Zusätzlich befinden sich das Herz und das Kind in permanenter Bewegung, so dass das Erfassen kleiner Strukturen häufig sehr schwierig ist. Besonders die Echokardiographie stößt aus diesen Gründen bei sehr kleinen Fehlern, wie z.B. einem sehr kleinen Loch in der Herzscheidewand, an ihre Grenzen.

Folgende Leistungen umfasst der Organ-Ultraschall inkl. Echokardiographie als Wunschleistung in unserer Praxis:

  • Beratung und Erklärung über Aussagekraft, Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
  • Untersuchung mit hoch auflösenden Ultraschallgeräten durch DEGUM II zertifizierte Ärztin
  • Untersuchung des kindlichen Wachstums auf Altersentsprechung
  • Untersuchung der Fruchtwassermenge
  • Untersuchung des Aussehens und der Funktionen aller sichtbaren Organe
  • Untersuchung des Herzens (Lage, Größe, Funktion)
  • Untersuchung des Blutflusses in der Nabelschnur
  • Untersuchung der Lage und des Aussehens der Plazenta
  • Untersuchung des Durchblutungsverhaltens in den Gebärmuttergefäßen (zur Beurteilung der Mutterkuchenfunktion und -reifung)
  • Besprechung und Einschätzung der Ergebnisse
  • Erstellung eines ausführlichen Befundberichtes

Der Organ-Ultraschall wird im Einzelfall bei bestimmten Indikationen auch durch die gesetzlichen Krankenversicherungen getragen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Paare, die bereits ein krankes oder mit Handicap geborenes Kind haben
  • Erbkrankheiten der Eltern oder Erkrankungen der Mutter, die sich negativ auf die Entwicklung eines Kindes auswirken können (z.B. Diabetes mellitus)
  • Medizinisch erforderliche Medikamenteneinnahme der Mutter in der Frühschwangerschaft oder intensive Röntgenuntersuchungen oder Strahlenbehandlungen
  • Familiäre Belastung mit möglicherweise vererbten Erkrankungen
  • Probleme während eines früheren Schwangerschaftsverlaufes
  • Auffälligkeiten in den Untersuchungen gemäß Mutterschaftsrichtlinien