Ersttrimesterscreening

Das Ersttrimesterscreening ist eine umfassende Ultraschalluntersuchung innerhalb der ersten 11 bis 14 Wochen der Frühschwangerschaft, die bereits Aussagen über den Entwicklungsstand Ihres ungeborenen Kindes ermöglicht. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Messung der sogenannten "Nackentransparenz" des Kindes und eine Blutuntersuchung der Mutter. Die Untersuchung setzt ein hoch auflösendes Ultraschallgerät und entsprechende Erfahrung des Untersuchers voraus.

Die Nackentransparenz (nuchal translucency, NT oder "Nackenfalte" genannt) ist ein Ultraschallmesswert im Bereich des kindlichen Nackens. Eine geringe Nackentransparenz ist als normal anzusehen. Mit Zunahme der Größe der Nackentransparenz steigt jedoch das Risiko für mögliche Erkrankungen des ungeborenen Kindes an. Bei der Untersuchung der Nackentransparenz werden gleichzeitig auch die Größe und die strukturelle Gesundheit Ihres Kindes untersucht. Parallel dazu werden aus einer mütterlichen Blutprobe zwei Schwangerschaftshormone (das freie ß-hCG und das PAPP-A) analysiert. Bestimmte Veränderungen in ihrer Konzentration sind als Hinweis auf das Vorliegen von Chromosomenveränderungen (z.B. Trisomie der Chromosomen 13, 18 oder 21) zu werten. Blutabnahme und Messung der Nackentransparenz müssen am selben Tag erfolgen.

Aus den Ergebnissen der Blutuntersuchung und der Ultraschalluntersuchung wird unter Berücksichtigung Ihres individuellen mütterlichen Altersrisikos ein Gesamtrisiko für eine Trisomie der Chromosomen 13, 18 oder 21 errechnet. Zusätzlich wird Ihre ethnische Herkunft berücksichtigt und, ob die Schwangerschaft spontan oder nach einer Sterilitätsbehandlung entstanden ist. In Abhängigkeit von dem errechneten individuellen Risiko werden dann ggf. Zusatzkriterien, wie die Darstellbarkeit des kindlichen Nasenbeins und die Blutflüsse an einer Herzklappe (Trikuspidalklappe) sowie in einem venösen Gefäß in der Nähe des Herzens (Ductus venosus), mit in die Risikoberechnung einbezogen. Dadurch kann die Genauigkeit der Risikoberechnung für Trisonomie 21 auf bis zu 90% angehoben werden. Die Untersuchung ist für Sie und Ihr ungeborenes Kind gefahrlos.

Folgende Leistungen umfasst das Ersttrimesterscreening als Wunschleistung in unserer Praxis:

  • Beratung und Erklärung über Aussagekraft, Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
  • Blutentnahme bei der Mutter für die Blutuntersuchung
  • Blutuntersuchung der Schwangerschaftshormone PAPP-A und freies-ß-HCG durch externes Labor
  • Untersuchung mit hoch auflösenden Ultraschallgeräten durch DEGUM II und FMF Deutschland zertifizierte Ärztin
  • Messung der fetalen Nackentransparenz
  • Darstellung des fetalen Nasenbeins
  • Messung des Blutflusses in einem Gefäß in der Nähe des Herzens (Ductus venosus)
  • Messung der Funktion der rechten Herzklappe (Trikuspidalklappe)
  • Berechnung des individuellen Gesamtrisikos
  • Besprechung und Einschätzung des Ergebnisses
  • Erstellung eines ausführlichen Befundberichtes